Ohne jeglichen Zweifel sind wir das Volk der Haus und Garten Heimwerker. So gehören schrauben, zimmern, graben und basteln zu den populärsten Freizeitbeschäftigungen überhaupt, zumindest für Männer. Die Damen sind da bisweilen wesentlich zurückhaltender, wenn gleich die Anzahl der Heimwerker Frauen stetig steigt.
Wo viel Heimarbeit verrichtet wird, muss viel Material gekauft werden. Wer jemals am Samstag Nachmittag im Baumarkt war, weiß, dass er nächstes mal lieber früh morgens kommt. Der Run auf die Heimwerker Märkte ist am Wochenende beinahe als exzessiv zu bezeichnen, klar dann haben die meisten alle Zeit der Welt. Zumal sich der Hobbybastler nach dem Kauf direkt am Wochenende ans Werk machen kann. Sofern der Baumarktbesucher genau weiß, was er sucht, ist der überfüllte Markt nicht ganz so tragisch. Mal abgesehen von 20 m Warteschlangen an der Kasse und dem 150 m vom Eingang entfernt geparkten Auto. Doch beratungssuchende Kunden, die auf Hilfe von Verkäufern angewiesen sind, haben an den stark frequentierten Tagen ein ernsthaftes (Gedulds-) Problem. Auf jeden Berater kommen gut und gerne 5-10 Kunden gleichzeitig, da kann einfach kein fundiertes Infogespräch stattfinden. Wir können es den Mitarbeitern nicht verübeln. Da heißt es jetzt, sich schnell an die Fersen von vorbeihuschenden Verkäufern hängen. Denn alleine die Suche nach einigen Artikeln gestaltet sich zumindest für Heimwerker Anfänger äußerst schwierig. Zwar haben sämtliche Fachmärkte gigantisch große Schilder an der Decke hangeln, die helfen aber nur bedingt zur groben Orientierung. Der Hausianer Tipp: Gehe niemals Samstag Nachmittag in den Heimwerker Markt, wenn irgendwie möglich, morgens in der Woche.
Sind die neuen Bretter, Schrauben und Werkzeuge dann nach Hause geschafft, kann die Arbeit beginnen. Handwerker Profis starten sofort durch und haben ihr Werk daheim in Nuh verrichtet. Anfänger mit wenig Erfahrung muten sich jedoch gerne mal zu viel des Guten zu. Klar hat Man(n) mächtig viel Stolz, das bisschen zusammenbauen kann ja nicht so schwierig sein. Nicht selten enden erste Heimwerker Schritte in peinliche Aktionen, die Dame des Hauses schmunzelt im Hintergrund. Daher sollten Anfänger fürs erste über ihren Schatten springen und erfahrene Freunde oder Nachbarn zur Hilfe holen. Das simple Aufbauen eines kleinen Regals inklusive Deutscher Anleitung ist eine Sache. Den Parkett Fußboden zu verlegen, eine ganz andere Geschichte.
Mal abgesehen von kostspieligen Fehlern, sind die Gefahren der häuslichen Heimwerker Arbeiten beileibe nicht zu unterschätzen. Gerade bei unerfahrenen Handwerkern kommt es häufig zu Verbrennungen, Schnittwunden, Brüchen oder sogar Vergiftungen. Fortgeschrittene und Profis hingegen erleiden Unfälle, weil sie sich zu sicher fühlen und schneller leichtsinnig werden. Daher müssen sämtliche Heimarbeiten im Haus und Garten mit Geduld und Vorsicht durchgeführt werden. Leitern müssen standfest stehen, Kabel dürfen nicht lose rumhängen, Farben und Lacke sollten niemals ohne Atemschutzmaske aufgetragen werden. Besondere Vorsicht ist beim Heimwerken mit Elektrogeräten angesagt, selbst der passionierteste Handwerkprofi darf niemals den Respekt vor den elektrischen Helfern verlieren. Schon gar nicht vor Kettensägen, automatischen Schneidegeräten o.ä. Werkzeugen. Grundsätzlich gilt es, sämtliche Heimwerker Tätigkeiten mit frischer Energie und reichlich Pausen zu verrichten, Übermüdung bzw. Überanstrengung sind stets zu meiden.